REConf
9. Requirements Engineering Tagung 2010

Technische Universität Braunschweig auf der REConf® 2010

Titel des Vortrags: Effektives Terminologiemanagement im Requirements Engineering.

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, den 17. März 2010, von 15:05 bis 15:50 Uhr 

Raum: Madrid

Level: Einsteiger

RM&E-Prozesse sind immer stärker geprägt von einer interdisziplinären Zusammenarbeit im internationalen Kontext. Gerade in den ersten Phasen dieser Prozesse findet die Verständigung über die zu Grunde liegenden Anforderungen in natürlicher Sprache statt. Die hierbei entstehenden Missverständnisse in Folge von Mehrdeutigkeiten oder Vagheiten führen im weiteren Projektverlauf oftmals zu erheblichen Fehlleistungskosten.

Für eine erfolgreiche fachgebietsübergreifende Zusammenarbeit mit konsistenter Terminologie sind innovative Ansätze gefragt. Auf der Grundlage eines neuen semiotischen Zeichenmodells, welches den fachlichen Kontext eines sprachlichen Zeichens produktiv einbezieht, wird es möglich, domänenspezifisch unterschiedliche Begriffsverständnisse abzubilden. Das wissenschaftliche Terminologiemanagement-Projekt IGLOS (Akronym für "intelligentes Glossar") stellt hierfür eine Arbeitsumgebung zur Verfügung, die sich in ihrer Architektur deutlich von anderen Terminologiemanagementsystemen absetzt. Wichtig ist dabei vor allem, dass eine direkte Integration in RM&E-Prozesse und -Tools möglich ist. Ein verteiltes und kollaboratives Arbeiten an einer vernetzten Terminologie wird hier möglich und erlaubt dort eine reibungslose Kommunikation, wo bislang Unverständnis und Ablehnung einander gegenüberstanden.

Wertschöpfung ist Kommunikation – Produktqualität setzt somit Kommunikationsqualität zwingend voraus.

Lars Schnieder ist seit April 2005 bei Siemens Industry Mobility Rail Automation tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit bildet das Safety Management für Systeme der Eisenbahnsicherungstechnik. Berufsbegleitend promovierte er an der Technischen Universität Braunschweig über eine methodische Vorgehensweise zur Erstellung einer konsistenten, widerspruchsfreien und verständlichen Spezifikation automatisierungstechnischer Systeme im zunehmend interdisziplinären Kontext. Nach Abschluss seiner Promotion führt Herr Schnieder als Gastwissenschaftler die von ihm entwickelte Vorgehensweise in fachgebietsübergreifenden Forschungsprojekten zur satellitengestützten Ortung ein.

 

Christian Stein hat bereits in seinem Magister-Studium der Germanistik und Informatik interdisziplinär gearbeitet. Er ist jetzt als wissenschaftlicher Berater für Linguistik und Informatik in der Projektleitung des IGLOS-Projektes am Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik der Technischen Universität Braunschweig tätig. Parallel zu dieser Arbeit promoviert er in der Germanistik und führt als selbstständiger Softwareentwickler langjährig laufende Projekte u.a. im Bereich Informationsmanagement weiter.

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