REConf
9. Requirements Engineering Tagung 2010

Keynotes auf der REConf® 2010

Datum und Uhrzeit: Montag, 15. März 2010 - 18:45-19:45 Uhr

Prof. Dr.-Ing. Peter Fromm, Hochschule Darmstadt: SOA-basierte Toolintegration – ein Wintermärchen?

Die Einführung von Entwicklungswerkzeugen erfolgt in vielen Firmen nach dem Muster Lizenzen kaufen, Benutzer auf eine Schulung schicken und Tool zum Einsatz freigeben. Die Sektkorken knallen, das IT-Projekt wurde erfolgreich beendet. Nach einiger Zeit dann der große Katzenjammer. Teure Lizenzen liegen in der Ecke und keiner möchte sie benutzen. Woran mag das nur liegen?

Im Rahmen der Keynote werden erfolgreiche und weniger erfolgreiche Tooleinführungsprojekte verglichen und Empfehlungen für die Toolauswahl und Toolanpassung gegeben. Ein Schwerpunkt liegt dann auf dem Aspekt der Toolintegration. Welche Ansätze sind technologisch möglich? Inwieweit sind SOA basierte Integrationsplattformen wie z.B. agosense.symphony in der Lage, den Integrationsprozess zu unterstützen und zu vereinfachen?

Hierzu werden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie an der Hochschule Darmstadt vorgestellt, in der die Eignung der SOA Plattform agosense.symphony für komplexe Integrationsszenarien wie z.B. ein automatisierter Datenaustasch zwischen OEM und TIER1 in der Automobilindustrie untersucht und mit herkömmlichen „Glue-Logic“ Skripten verglichen wird.

Datum und Uhrzeit: Dienstag, 16. März 2010 - 09:15-10:00 Uhr

Dr. Siegmar Haasis, Daimler AG: Interdisziplinärer Entwicklungsprozess am Beispiel Kfz-Lastenheftmanagement bei Mercedes Benz

Auf der Grundlage von Konzept- und Funktionsstandards wird ein disziplinenübergreifender Fahrzeugentwicklungsprozess beschrieben. Dieser umfasst die Entwicklung und Absicherung von Fahrzeugen mit einem wachsenden Anteil von mechatronischen Funktionen und Systemen. Beispielhaft wird das ganzheitliche Lastenheft-Management mit der Anbindung an den Test- und Erprobungsprozesses erläutert.

Datum und Uhrzeit: Dienstag, 16. März 2010 - 10:00-10:45 Uhr

Joseph Pelrine, MetaProg: Die Schildkröte der Realität

Die alten Griechen erzählten die Geschichte vom großen Achilles, der aber nicht einmal eine Schildkröte bei einem Wettrennen überholen konnte, wenn er der Kröte einen Vorsprung gewährt hat. Erst die moderne Mathematik gab uns die Techniken, um diesen Trugschluss zu verstehen.

In unseren Projekten laufen wir auch der Realität des Marktes hinterher, und aus dieser Schildkröte ist ein Gepard geworden. Moderne Techniken wie eXtreme Programming und Scrum geben uns die Techniken, die Schildkröte trotz ihres Vorsprungs zu überholen, unsere Achillesferse aber ist und bleibt das Requirements Engineering. Wie können wir hier Abhilfe schaffen?

Diesen Themen widmet sich Joseph Pelrine in seiner Keynote und gibt einen interessanten Einblick in die soziale Komplexitätstheorie und deren Bedeutung für die Softwareentwicklung.

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 17. März 2010 - 09:00-09:45 Uhr

Bernd Oestereich, oose Innovative Informatik GmbH: Agiles RE – wie agile Projekte mit bewährten RE-Techniken über sich hinaus wachsen

Iterative und agile Softwareentwicklung ist einem Wasserfallvorgehen gerade auch hinsichtlich des Requirements Engineerings (RE) weit überlegen. Andererseits enthält eine populäre agile Methode wie Scrum streng genommen keine RE-Techniken und mit in der Scrum-Praxis gängigen Ansätzen wie Benutzergeschichten zumindest nur wenig, was dem Namen und der Disziplin Requirements Engineering gerecht wird. Auch mit der Scrum-Rolle des Product Owners werden zwar Verantwortlichkeiten und Aufgaben abgegrenzt, aber insgesamt mehr Fragen als Antworten gestellt.

Wie viel RE brauchen wir in agilen Softwareprojekten? Warum und wofür? Welche RE-Techniken haben sich in den letzten Jahren auch im Kontext agiler Projekte bewährt?

Wie können Abhängigkeiten, Widersprüche, Inkonsistenzen und Lücken in Anforderungen über die gängigen iterativen Rückkopplungsmechanismen hinaus systematisch vermieden werden? Und speziell für größere Projekte: Welche Techniken erlauben eine personenunabhängige Reproduzierbarkeit der Ergebnisse?

Bernd Oestereich beantwortet diese Fragen, stellt RE-Techniken und wie agile Projekte von diesen profitieren können vor.

Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 17. März 2010 - 16:50-17:35 Uhr

Colin Hood, HOOD Group: Some people jump through hoops but are still not agile

Be as agile as possible but not more - with reference to Albert Einstein: „Make things as simple as possible, but not simpler. ...“.

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