REConf
9. Requirements Engineering Tagung 2010

RWTH Aachen auf der REConf® 2010

Titel des Vortrages: Konzepte und Erfahrungen für agile Anforderungsermittlung in Projekten des Medizinsektors

Datum und Uhrzeit: Montag, den 15. März 2010, von 19:50 bis 20:50 Uhr   

Raum: Rom

Level: Einsteiger

Die adäquate Analyse der Anforderungen aller relevanten Stakeholder ist Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung von neuen Produkten und Systemen. Was jedoch tun, wenn in Projekten des Medizinsektors, die Bedürfnisse der relevanten Akteure bzgl. Nutzerfreundlichkeit, Zeitressourcen und Prioritäten durch die unterschiedlichen Kontexte stark divergieren?

Für diese Problematik wurden im BMBF geförderten Forschungsprojekt MeDiNa verschiedene Konzepte für die Kategorisierung der Anforderungen, das Clustern spezifischer Bedürfnisse der (medizinischen) Akteure an den Analyseprozess, die Kooperation innerhalb des Projektkonsortiums und speziell für den Umgang mit älteren Stakeholdern entwickelt und umgesetzt.

Als visuelles Hilfsmittel wurde eine Stakeholder Matrix für die selbstständige und agile Auswahl der Analysemethoden durch die Projektpartner entworfen. Zusätzlich wurde ein interaktions-orientierter Workflow für die einzelnen Schritte des Requirements Engineering entwickelt, der die Verhältnisse innerhalb der Medizinbranche berücksichtigt und integriert. Die Formulierung der Ergebnisse geschieht mit Hilfe von Entwurfsmuster (design patterns), deren Konzept in der Entwicklung von Softwaresystemen Best Practice ist und hier für den neuen Einsatzzweck transformiert wurde.

Alexander Mertens hat an der RWTH Aachen sein Diplom in Informatik gemacht. Die Schwerpunkte des Studiums lagen in der Software-konstruktion und Qualitätssicherung, dem Bereich der Human Computer Interaction sowie der Neurophysiologie. Zurzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen in der Abteilung für Ergonomie und Mensch Maschine Systeme und beschäftigt sich dort mit der Gestaltung nutzerfreundlicher Systeme und Schnittstellen von Telemedizinsystemen, speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse älterer Nutzer.

Im Rahmen des Forschungsprojekts MeDiNa ist er neben der Anforderungs- und Potentialanalyse, für die Entwicklung eines Prototyps zur Evaluation der Nutzerinteraktion verantwortlich.

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