Volkswagen auf der REConf® 2010
Titel des Vortrages: Möglichkeiten der Sprachstandardisierung – Ein Erfahrungsbericht über Methoden, Anwendungen und Prozesse bei der Volkswagen AG im Bereich After Sales
Datum und Uhrzeit: Montag, den 15. März 2010, von 21:15 bis 22:15 Uhr
Raum: Madrid
Level: Einsteiger
Das Schreiben von „guten“ Dokumentationen, im Hinblick auf Verständlichkeit und Einheitlichkeit, stellt eine Herausforderung für international agierende Unternehmen dar. In Bezug auf die nachfolgenden Prozessphasen sowie die qualitative und effiziente Dokumentationserstellung besteht die Notwendigkeit, einheitliche, konsistente und verständliche Texte zu erstellen. Zur Realisierung dieser Ziele werden unterstützende Werkzeuge benötigt, die den Autoren einerseits Hilfestellung, andererseits Mittel zur Selbstkontrolle und zur Qualitätssicherung bieten.
Im Bereich der Technischen Dokumentation werden sprachtechnologische Werkzeuge eingesetzt, um die Qualität der Dokumente zu optimieren. Durch die im Vorfeld standardisierte Terminologie und durch die Festlegung firmeninterner Stil-, Rechtschreib- und Grammatikregeln erfolgt die Vereinheitlichung der Dokumentation. Im Hinblick auf das visionäre Ziel der Verwirklichung einer gemeinsamen Unternehmenssprache (Corporate Language) sollen Methoden, Anwendungen und Prozesse vorgestellt und diskutiert werden.
Helmut Hertel ist Fachreferent und Begründer des Terminologiemanagements der Volkswagen AG im Bereich After Sales Technische Werkstattinformation und Dokumentenmanagement. Das in 2002 begründete Terminologiemanagement hat sich in der Automobilbranche als Benchmark etabliert. Als strategisches Ziel des in 2002 begründeten Projekts befasst sich Herr Hertel mit der Standardisierung von Sprache sowie der qualitativen Optimierung der Technischen Dokumentation. Hierbei steht die Darlegung der ökonomischen Relevanz und kommunikativen Wirkung von Sprache in der Unternehmenspraxis im Fokus der Projektarbeit.
Ana Arandan Yamchi, M.A., untersucht im Rahmen ihrer Promotion bei der Volkswagen AG Methoden zur Qualitätssicherung in der Technischen Dokumentation. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der bereichsübergreifende Einsatz von sprachtechnologischen Tools zur qualitativen Optimierung der Dokumentationserstellungs- und Übersetzungsprozesse. Zuvor verfasste sie ihre Masterarbeit zum Thema „Terminologie als Instrument zur Explizierung impliziten Wissens“ bei der Volkswagen AG. Seit Oktober 2008 ist sie unterstützend im Fachreferat Terminologiemanagement tätig.


